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EBM100 - 2026

02/08/2026 -

Die Überdachung von Seiffen wird 2032 abgeschlossen

Erzgebirgs-Bike-Marathon 2026 – 34. Edition & der RTC auf dem Podium


Es sollte ein feines Wochenende im erzgebirgischen Seiffen werden. Die Räder waren gewienert, die Zähne poliert und die Reifen penibel geprüft, bei vorhergesagten 30°C und Sonnenschein würde alles ein wenig leichter als üblich auf der Runde laufen, doch am Samstag öffnete der Himmel – wie gewohnt am ersten Augustwochenende in Seiffen – seine Tore und duschte Land und Leute. Nicht wirklich traurig über die große Abkühlung stürzten sich tags drauf Steffi, Theresa, André, Chris A., Manu, Marco, Micha, Mitja, Nils und Stepo über verschiedene Distanzen in das Getümmel des EBM.

Traditionell widmet sich der Samstag dem Nachwuchs und dem, sagen wir mal, Gemeinschaftserlebnis durch Underpant-Rides und Co. Als einziger Starter in den Jugendkategorien vom RTC ging Nils auf seine 2 Runden über Wiese, Stock und Stein. Nach einer Fahrzeit von 13:52 min wurde Zehnter.

Nachdem sich Micha kurzerhand für die goldene Strecke umgemeldet hatte, war Chris der einzige Startende über die silberne – der 70 km – Strecke. Sein Ziel war es, unter vier Stunden zu finishen. Auch wenn die Trainingszeit knapp war, zeigte Chris, dass er immer noch sehr gut pacen kann, und erreichte als 74. in 3:59:39 h das Ziel.

Viel Pacing war Mitja nicht vergönnt. Er musste 4 unfreiwillige Stopps zur Reifenpflege einbauen, nur um kurz darauf das versammelte EBM-Gold-Feld wieder von hinten aufzurollen. Am Ende erkämpfte er sich immer noch einen starken 41. Platz in der Gesamtwertung, was für ihn bei den Masters 3 das Podium bedeutete.

Ebenfalls auf dem AK-Podium durfte Theresa als EBM-Rookie Platz nehmen. Nach super starken 6:39 h erfuhr sie sich in gewohnt lockerer Manier den 3. Platz bei den Masters 1. Unweit dahinter kam Steffi bei ihrem ersten EBM-Gold ins Ziel. Hier, wieder mit solidem Pacing, erreichte Steffi bei den Masters 2 den zweiten Platz.

Micha und Manu begegneten sich öfter auf der Strecke, mit abwechselnd stärkeren bzw. schwächeren Phasen. Als 56. erreichte Micha easy die Top-100 bei seinem ersten Goldenen. Manu folgte etwas später auf Platz 61.

Davon, dass die Strecke mit nicht rollenden Untergrund und giftigen Anstiegen ihre Tücken hat, konnten Stepo und Marco ein Lied singen. Beide erfuhren ein DNF, damit blieben sie an diesem Tag nicht allein, mussten doch einige Fahrer:innen die Segel streichen. Gar nicht erst an den Start ging es für André. Nach einem Sturz vor einigen Wochen war an durchgehenden Schlaf nicht zu denken, geschweige denn an einen ruppigen MTB-Marathon. Dennoch saugte er ein wenig die gute Atmosphäre ein und supportete das Team. Apropos Support: DANKE an Bine, Tini, Anja und Isy für die Unterstützung und Geduld.

Noch ein wenig erschöpft von diesem, freuen wir uns auf die kommende Austragung, denn anders als unsere Überschrift ist der EBM ehrlich. Hart-Alt-Kult eben.

Manu

 

 

"Von null auf 100: ob es eine so kluge Idee war, sich gleich bei der ersten EBM Teilnahme auf die 100 km Strecke zu wagen, durchdenkt man dann, wenn man alleine im Wald ist, gegen Krämpfe kämpft und zur Motivation ein leises Liedchen summt. Die Strecke war wettertechnisch in guter Qualität, die Abfahrten in erhöhter Geschwindigkeit möglich und an Motivation durch Zuschauer_innen und Helfer_innen hat es nicht gefehlt. Doch auch wenn die Anstiege technisch gut zu meistern sind, waren es viele und am Ende zählt beim Hobbysportler dann die mentale Überzeugungskraft, die letzten Höhenmeter auch noch mit einem Lächeln wegzustrampeln. Und wie immer- erreicht man das Ziel, durchströmt von Adrenalin und Serotonin, dann sind die Qualen schnell vergessen. Der spaßige Teil kann beginnen: die Auswertung der Strecke mit dem Teamkollegen, das gemeinsame Essen und die familiäre Atmosphäre machen den EBM in Seiffen zu einem besonderen Rennen. Schön, dass wir/ich dabei sein konnten."

Theresa

 

 

Beim 34. EBM MTB-Marathon in Seiffen stand für mich 2026 eine echte Premiere an: Zum ersten Mal bin ich die 100 km mit rund 2900 Höhenmetern gefahren.

Der Start verlief sehr gut – ich bin direkt sauber eingeklickt und erst wieder im Ziel ausgeklickt. Kein Sturz, kein Absteigen, alles lief durchgehend rund. So konnte ich schnell meinen Rhythmus finden. Die Strecke war in einem top Zustand und hat richtig Spaß gemacht.

Zu Beginn war ich mir noch unsicher, wie ich meine Kräfte am besten einteilen soll. Deshalb bin ich die ersten Runden bewusst mit halbem Gas gefahren, um nicht zu früh zu überziehen. Parallel habe ich konstant Energie nachgelegt – einige Iso-Flaschen geleert und ordentlich Gels nachgeschoben.

In der letzten Runde wurde es dann spürbar ruhiger auf der Strecke. Weniger Fahrer, mehr Fokus auf sich selbst – und die Belastung wurde zunehmend zäh. Am Ende war es vor allem Kopfsache, das Tempo zu halten und durchzuziehen.

Im Ziel angekommen war die Erleichterung groß. Mit Platz 56 gesamt und Platz 23 in der Altersklasse bin ich für meine erste Teilnahme auf der langen Distanz absolut zufrieden.

Insgesamt war es wieder ein richtig starkes Wochenende in Seiffen – tolle Strecke, gute Bedingungen und eine Erfahrung, die definitiv Lust auf mehr macht.

Micha