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Black Forest Ultra Bike Marathon

13/07/2025 -

Marco Götzke und Thomas Hebestreit haben zum 10. Mal beim Ultra-Bike-Marathon in Kirchzarten teilgenommen und wurden dafür mit einer goldenen Startnummer geehrt. Ganz nebenbei ging es dann auch noch in das Rennen über 77 Kilometer und 2300 Höhenmeter.


Foto: N.B. & Sportograf

Die Geschichte des – diesjährigen 25. - Ultra Bike 2025 begann für Marco und Thomas tatsächlich schon 2007 – denn da standen sie unabhängig voneinander erstmalig am Start dieses Rennens, damals noch ohne graue Haare und richtig Druck auf dem Pedal – theoretisch jedenfalls. Denn damals waren die Kinder noch klein und die Nächte kurz. Druck war also relativ. Und heute, fast 20 Jahre später, mehr denn je.

Die Vorzeichen für das Rennen waren gut. Marco hatte als Plan sub 4:30 Stunden zu bleiben. Allerdings hatte er sich von seinem erfolgreichen 24-Stunden-Rennen nur suboptimal erholt. Thomas wollte nach 2019 mal wieder auf das AK-Treppchen beim Ultra-Bike fahren. Dessen recht optimale Vorbereitung auf das Rennen wich allerdings eine Woche vorher einem Infekt mit Fieber. Nasrin stand ebenfalls mit den beiden im Startblock und senkte das Schlafdefizit des Trios nach einer harten Arbeitswoche auf die Größe eines schwarzen Lochs.

Am Vortag des Rennens gab es zunächst die Ehrung auf der Bühne für die zehnte Teilnahme für Marco und Thomas. Das Maia vom RTC plötzlich vor der Bühne stand, war eine schöne Überraschung. RTC rules, sogar im äußersten Südwesten der Republik.

Thomas entschied sich erst am Sonntag Morgen, wegen des Infekts das Rennen sicherheitshalber nur locker mitzufahren und dabei Marco und Nasrin mit Flaschen, Ernährungstipps und allerlei Ratschlägen zu unterstützen. Marco hatte schon im ersten Anstieg davon offenbar genug und fuhr davon. Spoiler: Bis er von Thomas und Nasrin wieder ein- und überholt wurde. Hätte er mal auf die guten Ratschläge gehört. Noch vor dem Start lernte Thomas allerdings – erstmalig in einem hinteren Startblock eingereiht – dass, wenn es los geht, es noch lange nicht los geht. Denn: Wenn vom Startschuss bis zum Start des Startblock 6 gefühlte Stunden vergehen, dreht ein Rennpferd eben irgendwann durch. 

Unterdessen, während Marco und Nasrin auf Betriebstemperatur die Anstiege hochschraubten, nahm Thomas erstmalig die Landschaft rund um die Rennstrecke wahr und hielt – Premiere! – an einem Verpflegungsstand an und ließ sich von Scharen toll motivierter Kinder solange Gels andrehen, bis die Trikottaschen drohten zu platzen. Für Fallstudien blieb ebenfalls Zeit, besonders übermotivierter Geschlechtsgenossen aus den hinteren Startblöcken. Oder wahren Helden, die mit knackenden 18-Kilo-Fullys aus den 90ern oder Rucksäcken, die ganze Campingsausrüstungen inklusive Schlauchboot zu enthielten schienen, das Rennen beendeten. 

Im Ziel hatte Nasrin ihre bisherige Bestzeit deutlich unterboten, Marco hatte Frust, weil er etwas langsamer war als im Vorjahr und Thomas stand tiefenenstpannt im Ziel mit einem Gel-Vorrat für die nächsten drei Saisons von all den motivierten Kindern an den Verpflegungsständen. Und alle drei hatten klar: 2026 sind alle wieder dabei.

 

TH